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Holzblech

Der Bildhauer Franz Betz suchte nach einem neuen Werkstoff. Der sollte ganz und gar natürlich sein und sich höchst praktisch handhaben lassen. Es sollte stabil und flexibel sein wie Kunststoff oder Metall und gleichzeitig natürlich wie Holz.  Zufällig fand er im Internet, wonach er gesucht hatte: ein holzähnliches Material aus der Elektroindustrie, das für Isolationen aller Art verwendet wird. Jenseits dieses speziellen Anwendungsgebiets blieb der Werkstoff bislang aber unbeachtet. Franz Betz ließ sich von einer Schweizer Herstellerfirma eine Probe schicken, deren natürliche Anmutung ihn überzeugte. Der Stoff besteht nämlich vollständig aus natürlichen Zellulose-Fasern, auch wenn man das auf den ersten Blick gar nicht vermuten mag. Allein durch hohen Pressdruck und ohne einen Tropfen Kleber entstehen bei der Herstellung Platten, die man sägen oder ausstanzen kann – und die vollständig biologisch abbaubar sind. Diese Platten sehen aus wie Schrankrückwände, doch das Material ist viel stabiler und lässt sich biegen, ohne zu brechen. Franz Betz nennt es deshalb Holzblech.

Holzblech

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Basteln im Atelier

Das Material mit diesen Eigenschaften wollte er unters Volk bringen. In seinem Atelier in Hannover veranstaltet er Workshops mit einem eigens dafür entwickelten Baukasten-System. Das Holzblech verströmt eine warme und natürliche Atmosphäre und eignet sich bestens für dekorative und praktische Dinge. Von verschiedenen Vorlagen inspiriert, bearbeiten die Workshop-Teilnehmer das Material mit Werkzeugen und viel Fingerfertigkeit. Dabei lernen sie, mit einfachen Mitteln ihre kreativen Ideen umzusetzen.

Noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten

Franz Betz hatte aber noch mehr mit dem Holzblech vor: „Es ist die Idee entstanden, aus dem flachen Material eine dreidimensionale Struktur entstehen zu lassen, um dem Material noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten zu ermöglichen und es stabiler und steifer zu machen.“

Die Lösung war ein Wellenprofil. Dass lässt Franz Betz schon bei seinem Zulieferer einarbeiten. Das Holzblech wirkt dadurch räumlicher und erhält noch mehr Stabilität. Damit überzeugt es nun auch beim Messe- und Möbelbau.

Designer aus ganz Deutschland haben das Material inzwischen entdeckt und benutzen es für zahlreiche praktische Anwendungen. Einen großen Anteil daran hat Franz Betz. Er hat das Holzblech zwar nicht erfunden, aber aus seinem Schattendasein befreit.

quelle: http://www.mdr.de/einfach-genial/holz196.html

 

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